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Vol. 1 · Ed. 2026
CyberGlossary
Entry № 620

LLMNR-Poisoning

Was ist LLMNR-Poisoning?

LLMNR-PoisoningAdversary-in-the-Middle-Technik (MITRE T1557.001), die das Link-Local Multicast Name Resolution-Protokoll auf UDP/5355 missbraucht, um Opfer auf vom Angreifer kontrollierte Hosts umzuleiten.


LLMNR (RFC 4795) ist ein Windows-Fallback-Namensaufloesungsprotokoll, das einspringt, wenn DNS scheitert. Clients senden eine UDP/5355-Multicast-Anfrage fuer den unaufgeloesten Namen, und jeder Host im lokalen Link darf antworten. Ein Angreifer im selben Broadcast-Domain antwortet mit seiner eigenen IP und veranlasst den SMB- oder HTTP-Client des Opfers zur Authentifizierung, um NTLMv2-Challenge-Response-Material fuer Offline-Cracking oder NTLM-Relay zu erbeuten. LLMNR-Poisoning gehoert zu den zuverlaessigsten internen Angriffen, weil Windows es weiterhin bei Tippfehlern, falsch konfigurierten Shares und alten Druckern abfragt. Die Gegenmassnahme ist einfach: LLMNR per GPO deaktivieren (Turn off Multicast Name Resolution) und ausschliesslich DNS nutzen. Detektion: ungewoehnlicher UDP/5355-Traffic und Event-ID 4624 von verdaechtigen Hosts.

Beispiele

  1. 01

    Ein Angreifer im Gast-VLAN erntet binnen einer Stunde Dutzende NTLMv2-Hashes, indem er auf vertippte Share-Namen antwortet.

  2. 02

    Kombination von LLMNR-Poisoning mit ntlmrelayx zum Relay erfasster Authentifizierungen an ein unsigniertes SMB-Ziel.

Häufige Fragen

Was ist LLMNR-Poisoning?

Adversary-in-the-Middle-Technik (MITRE T1557.001), die das Link-Local Multicast Name Resolution-Protokoll auf UDP/5355 missbraucht, um Opfer auf vom Angreifer kontrollierte Hosts umzuleiten. Es gehört zur Kategorie Angriffe und Bedrohungen der Cybersicherheit.

Was bedeutet LLMNR-Poisoning?

Adversary-in-the-Middle-Technik (MITRE T1557.001), die das Link-Local Multicast Name Resolution-Protokoll auf UDP/5355 missbraucht, um Opfer auf vom Angreifer kontrollierte Hosts umzuleiten.

Wie funktioniert LLMNR-Poisoning?

LLMNR (RFC 4795) ist ein Windows-Fallback-Namensaufloesungsprotokoll, das einspringt, wenn DNS scheitert. Clients senden eine UDP/5355-Multicast-Anfrage fuer den unaufgeloesten Namen, und jeder Host im lokalen Link darf antworten. Ein Angreifer im selben Broadcast-Domain antwortet mit seiner eigenen IP und veranlasst den SMB- oder HTTP-Client des Opfers zur Authentifizierung, um NTLMv2-Challenge-Response-Material fuer Offline-Cracking oder NTLM-Relay zu erbeuten. LLMNR-Poisoning gehoert zu den zuverlaessigsten internen Angriffen, weil Windows es weiterhin bei Tippfehlern, falsch konfigurierten Shares und alten Druckern abfragt. Die Gegenmassnahme ist einfach: LLMNR per GPO deaktivieren (Turn off Multicast Name Resolution) und ausschliesslich DNS nutzen. Detektion: ungewoehnlicher UDP/5355-Traffic und Event-ID 4624 von verdaechtigen Hosts.

Wie schützt man sich gegen LLMNR-Poisoning?

Schutzmaßnahmen gegen LLMNR-Poisoning kombinieren typischerweise technische Kontrollen und operative Praktiken, wie in der Definition oben beschrieben.

Welche anderen Bezeichnungen gibt es für LLMNR-Poisoning?

Übliche alternative Bezeichnungen: LLMNR-Spoofing, T1557.001.

Verwandte Begriffe