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Vol. 1 · Ed. 2026
CyberGlossary
Entry № 568

Jump Lists

Was ist Jump Lists?

Jump ListsAnwendungsbezogene Verlaufsdateien, indiziert ueber Windows-AppIDs, die die zuletzt genutzten Dateien und Aufgaben eines Nutzers festhalten und Dateizugriffe einem konkreten Programm zuordnen.


Jump Lists speichern die zuletzt und haeufig genutzten Eintraege, die ein Nutzer ueber das Kontextmenue einer Taskleisten-Anwendung oeffnet. Windows fuehrt pro Nutzerprofil zwei Speicher: die von Windows erzeugten AutomaticDestinations (*.automaticDestinations-ms) und die von Anwendungen gepflegten CustomDestinations (*.customDestinations-ms). Jede Datei wird mit dem AppID-Hash der Anwendung benannt und nutzt einen OLE-Structured-Storage-Container, der LNK-aehnliche ShellLink-Streams mit vollem Pfad, MAC-Zeiten, Groesse sowie Netz- oder Volume-Metadaten enthaelt. Forensiker beweisen damit, dass ein Nutzer ein konkretes Dokument mit einem bestimmten Programm geoeffnet hat, rekonstruieren Namen geloeschter Dateien und verknuepfen Aktivitaeten mit Konten. JLECmd ist der Standard-Parser.

Beispiele

  1. 01

    Nachweis, dass confidential.docx vom Nutzer in Microsoft Word geoeffnet wurde, bevor die Datei exfiltriert wurde.

  2. 02

    Wiederherstellung von URLs aus der Jump List eines Browsers, dessen Historie geloescht wurde.

Häufige Fragen

Was ist Jump Lists?

Anwendungsbezogene Verlaufsdateien, indiziert ueber Windows-AppIDs, die die zuletzt genutzten Dateien und Aufgaben eines Nutzers festhalten und Dateizugriffe einem konkreten Programm zuordnen. Es gehört zur Kategorie Forensik und Incident Response der Cybersicherheit.

Was bedeutet Jump Lists?

Anwendungsbezogene Verlaufsdateien, indiziert ueber Windows-AppIDs, die die zuletzt genutzten Dateien und Aufgaben eines Nutzers festhalten und Dateizugriffe einem konkreten Programm zuordnen.

Wie funktioniert Jump Lists?

Jump Lists speichern die zuletzt und haeufig genutzten Eintraege, die ein Nutzer ueber das Kontextmenue einer Taskleisten-Anwendung oeffnet. Windows fuehrt pro Nutzerprofil zwei Speicher: die von Windows erzeugten AutomaticDestinations (*.automaticDestinations-ms) und die von Anwendungen gepflegten CustomDestinations (*.customDestinations-ms). Jede Datei wird mit dem AppID-Hash der Anwendung benannt und nutzt einen OLE-Structured-Storage-Container, der LNK-aehnliche ShellLink-Streams mit vollem Pfad, MAC-Zeiten, Groesse sowie Netz- oder Volume-Metadaten enthaelt. Forensiker beweisen damit, dass ein Nutzer ein konkretes Dokument mit einem bestimmten Programm geoeffnet hat, rekonstruieren Namen geloeschter Dateien und verknuepfen Aktivitaeten mit Konten. JLECmd ist der Standard-Parser.

Wie schützt man sich gegen Jump Lists?

Schutzmaßnahmen gegen Jump Lists kombinieren typischerweise technische Kontrollen und operative Praktiken, wie in der Definition oben beschrieben.

Welche anderen Bezeichnungen gibt es für Jump Lists?

Übliche alternative Bezeichnungen: JumpLists, AutomaticDestinations, CustomDestinations.

Verwandte Begriffe

Siehe auch