CyberGlossary

Forensik und Incident Response

Incident-Response-Plan

Auch bekannt als: IRP, Notfallplan Cybervorfall

Definition

Dokumentiertes, freigegebenes Playbook, das festlegt, wie eine Organisation Cybervorfälle vorbereitet, erkennt, eindämmt, bereinigt und auswertet.

Ein Incident-Response-Plan (IRP) übersetzt Strategie in operative Schritte. Er definiert Rollen (Incident Commander, Comms Lead, Legal), Severity-Stufen, Eskalationswege, Kommunikationsvorlagen, Beweisbehandlung und externe Kontakte (Strafverfolgung, Aufsichtsbehörden, Retainer). Die meisten IRPs folgen dem NIST-SP-800-61-Lebenszyklus und enthalten Playbooks für gängige Szenarien (Ransomware, BEC, Datenexfiltration, Innentäter). Der Plan wird per Tabletop und Live-Fire getestet, nach jedem Vorfall fortgeschrieben und auch offline verfügbar gehalten. Vorgaben wie DSGVO, HIPAA und NIS2 verlangen dokumentierte IR-Fähigkeiten.

Beispiele

  • Ransomware-Playbook löst Isolation, Kommunikationssperre und Retainer-Aktivierung in unter 30 Minuten aus.
  • Vom DSB geführter Meldeworkflow für personenbezogene Datenpannen innerhalb der 72-Stunden-Frist der DSGVO.

Verwandte Begriffe