Forensische Hash-Verifikation
Was ist Forensische Hash-Verifikation?
Forensische Hash-VerifikationPraxis, kryptografische Hashes (typischerweise MD5 und SHA-256) von forensischen Images und Quellmedien zu berechnen und abzugleichen, um die Integritaet der Beweise nachzuweisen.
Forensische Hash-Verifikation ist die grundlegende Praxis, kryptografische Hashes wie MD5, SHA-1 und SHA-256 ueber digitale Beweise zu berechnen und sie in jedem Schritt abzugleichen, um die Unveraendertheit der Beweise zu belegen. Bei der Akquise erzeugen Hardware- oder Software-Writeblocker sowie Tools wie FTK Imager, Guymager oder 'dd' Hashes des Quellmediums und des resultierenden Images, die uebereinstimmen muessen. Erneutes Hashing am Analystenarbeitsplatz und bei jeder Uebertragung oder Wiederherstellung wird in der Chain of Custody dokumentiert. Standards wie NIST SP 800-86, SWGDE Best Practices und ISO/IEC 27037 fordern Doppel-Hashing (MD5 + SHA-256), da MD5 nicht mehr kollisionsresistent ist. Hash-Sets wie das NIST NSRL helfen zudem, bekannt unbedenkliche Dateien herauszufiltern.
● Beispiele
- 01
Eintragen von 'Akquise MD5 = ...; SHA-256 = ...' auf dem Chain-of-Custody-Formular und Pruefen der Uebereinstimmung nach jeder Wiederherstellung.
- 02
Erneutes Hashing eines E01-Images mit 'ewfverify' vor Beginn der Analyse, um die Integritaet nachzuweisen.
● Häufige Fragen
Was ist Forensische Hash-Verifikation?
Praxis, kryptografische Hashes (typischerweise MD5 und SHA-256) von forensischen Images und Quellmedien zu berechnen und abzugleichen, um die Integritaet der Beweise nachzuweisen. Es gehört zur Kategorie Forensik und Incident Response der Cybersicherheit.
Was bedeutet Forensische Hash-Verifikation?
Praxis, kryptografische Hashes (typischerweise MD5 und SHA-256) von forensischen Images und Quellmedien zu berechnen und abzugleichen, um die Integritaet der Beweise nachzuweisen.
Wie funktioniert Forensische Hash-Verifikation?
Forensische Hash-Verifikation ist die grundlegende Praxis, kryptografische Hashes wie MD5, SHA-1 und SHA-256 ueber digitale Beweise zu berechnen und sie in jedem Schritt abzugleichen, um die Unveraendertheit der Beweise zu belegen. Bei der Akquise erzeugen Hardware- oder Software-Writeblocker sowie Tools wie FTK Imager, Guymager oder 'dd' Hashes des Quellmediums und des resultierenden Images, die uebereinstimmen muessen. Erneutes Hashing am Analystenarbeitsplatz und bei jeder Uebertragung oder Wiederherstellung wird in der Chain of Custody dokumentiert. Standards wie NIST SP 800-86, SWGDE Best Practices und ISO/IEC 27037 fordern Doppel-Hashing (MD5 + SHA-256), da MD5 nicht mehr kollisionsresistent ist. Hash-Sets wie das NIST NSRL helfen zudem, bekannt unbedenkliche Dateien herauszufiltern.
Wie schützt man sich gegen Forensische Hash-Verifikation?
Schutzmaßnahmen gegen Forensische Hash-Verifikation kombinieren typischerweise technische Kontrollen und operative Praktiken, wie in der Definition oben beschrieben.
Welche anderen Bezeichnungen gibt es für Forensische Hash-Verifikation?
Übliche alternative Bezeichnungen: Beweis-Hash, Image-Hash-Verifikation, Forensisches Hashing.
● Verwandte Begriffe
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Beweismittelkette
Lückenlose, dokumentierte Aufzeichnung jeder Person, jedes Orts und jeder Handlung in Bezug auf ein Beweismittel von der Sicherstellung bis zur Vernichtung.
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Forensische Imageerstellung
Bitgenaue Kopie eines Speichermediums, durch kryptografische Hashes verifiziert, zur Analyse und als gerichtsfestes Beweismittel.
- forensics-ir№ 1142
The Sleuth Kit
Open-Source-Bibliothek und Kommandozeilen-Toolkit zur Low-Level-Analyse von Disk-Images und Dateisystemen, gepflegt von Brian Carrier.
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EnCase
EnCase ist eine kommerzielle Digital-Forensik-Produktfamilie von OpenText (urspruenglich Guidance Software), die seit den spaeten 1990er-Jahren von Strafverfolgungsbehoerden und Unternehmen genutzt wird.
- forensics-ir№ 436
FTK
Forensic Toolkit (FTK) ist eine kommerzielle Digital-Forensik-Suite, urspruenglich von AccessData entwickelt und heute im Besitz von Exterro, fuer Akquise, Indexierung und Analyse von Computer-Beweismitteln.
- forensics-ir№ 427
Forensische Bereitschaft
Die vorbereitete Fähigkeit einer Organisation, digitale Beweise bei Vorfällen oder rechtlichen Fragen mit minimaler Störung zu erfassen, zu sichern und zu analysieren.