CyberGlossary

Cloud-Sicherheit

CSPM (Cloud Security Posture Management)

Auch bekannt als: Cloud-Posture-Management

Definition

Kategorie von Werkzeugen, die Cloud-Konten kontinuierlich gegen Best-Practice- und Compliance-Baselines prüfen, um Fehlkonfigurationen zu erkennen und zu beheben.

CSPM-Plattformen verbinden sich über APIs (AWS, Azure, GCP, OCI), inventarisieren alle Ressourcen – Netzwerke, Speicher, IAM, Datenbanken – und bewerten sie anhand von Regeln aus CIS, NIST, PCI, SOC 2 oder eigenen Richtlinien. Typische Befunde sind öffentliche Buckets, zu offene Security-Groups, fehlende Verschlüsselung, deaktivierte Protokollierung und Abweichungen vom Soll-Zustand. Moderne CSPM ordnen Risiken nach Geschäftskontext (Datensensibilität, Internet-Exposition, Blast-Radius) und bieten Auto-Remediation-Playbooks oder Terraform-Pull-Requests. CSPM ist die Grundlage für Multi-Cloud-Governance, bietet aber wenig Workload-Tiefe und wird daher zunehmend in CNAPP-Suiten integriert.

Beispiele

  • Wiz, Prisma Cloud oder Microsoft Defender for Cloud meldet einen S3-Bucket mit öffentlicher ACL.
  • AWS Security Hub bündelt CIS-Foundations-Benchmark-Befunde über mehrere Konten hinweg.

Verwandte Begriffe