Browser-Fingerprinting
Was ist Browser-Fingerprinting?
Browser-FingerprintingZustandsloses Tracking-Verfahren, das Nutzer durch Kombination von Browser-, Geräte- und Konfigurationsmerkmalen zu einer nahezu eindeutigen Signatur identifiziert.
Browser-Fingerprinting erzeugt eine quasi eindeutige Kennung aus Merkmalen wie User Agent, Bildschirmauflösung, installierten Schriften, Zeitzone, Sprache, GPU, Audio-Stack und Verhaltensmerkmalen. Anders als Cookies ist es zustandslos: Der Fingerprint wird bei jedem Besuch neu berechnet und kann Nutzer auch nach dem Löschen von Cookies oder im Privatmodus wiedererkennen. Werkzeuge wie Cover Your Tracks der EFF und AmIUnique zeigen, dass die meisten Browser bereits durch wenige Merkmale eindeutig sind. Gegenmassnahmen umfassen den einheitlichen Tor-Browser-Fingerprint, Safaris Anti-Fingerprinting-Modus, Firefox' resistFingerprinting sowie Vorschläge wie Privacy Budget, die die preisgegebene Entropie reduzieren.
● Beispiele
- 01
Werbenetzwerk erkennt Nutzer nach Cookie-Löschung über Schriften und WebGL-Hash wieder.
- 02
Anti-Fraud-Skript blockiert eine Session, weil der Fingerprint einem bekannten Missbrauchsmuster entspricht.
● Häufige Fragen
Was ist Browser-Fingerprinting?
Zustandsloses Tracking-Verfahren, das Nutzer durch Kombination von Browser-, Geräte- und Konfigurationsmerkmalen zu einer nahezu eindeutigen Signatur identifiziert. Es gehört zur Kategorie Datenschutz der Cybersicherheit.
Was bedeutet Browser-Fingerprinting?
Zustandsloses Tracking-Verfahren, das Nutzer durch Kombination von Browser-, Geräte- und Konfigurationsmerkmalen zu einer nahezu eindeutigen Signatur identifiziert.
Wie funktioniert Browser-Fingerprinting?
Browser-Fingerprinting erzeugt eine quasi eindeutige Kennung aus Merkmalen wie User Agent, Bildschirmauflösung, installierten Schriften, Zeitzone, Sprache, GPU, Audio-Stack und Verhaltensmerkmalen. Anders als Cookies ist es zustandslos: Der Fingerprint wird bei jedem Besuch neu berechnet und kann Nutzer auch nach dem Löschen von Cookies oder im Privatmodus wiedererkennen. Werkzeuge wie Cover Your Tracks der EFF und AmIUnique zeigen, dass die meisten Browser bereits durch wenige Merkmale eindeutig sind. Gegenmassnahmen umfassen den einheitlichen Tor-Browser-Fingerprint, Safaris Anti-Fingerprinting-Modus, Firefox' resistFingerprinting sowie Vorschläge wie Privacy Budget, die die preisgegebene Entropie reduzieren.
Wie schützt man sich gegen Browser-Fingerprinting?
Schutzmaßnahmen gegen Browser-Fingerprinting kombinieren typischerweise technische Kontrollen und operative Praktiken, wie in der Definition oben beschrieben.
Welche anderen Bezeichnungen gibt es für Browser-Fingerprinting?
Übliche alternative Bezeichnungen: Geräte-Fingerprint, Zustandsloses Tracking.
● Verwandte Begriffe
- privacy№ 142
Canvas-Fingerprinting
Fingerprinting-Verfahren, das feine Unterschiede beim GPU- und Schrift-Rendering eines HTML-Canvas nutzt, um ein Gerät wiederzuerkennen.
- privacy№ 241
Seitenübergreifendes Tracking
Die Praxis, die Aktivität eines Nutzers über mehrere voneinander unabhängige Websites hinweg zu verknüpfen, um ein langlebiges Verhaltensprofil aufzubauen.
- privacy№ 1143
Drittanbieter-Cookie
Cookie, das von einer anderen Domain als der in der Adresszeile gesetzt wird und historisch zur seitenübergreifenden Verfolgung von Nutzern dient.
- privacy№ 1115
Supercookie
Persistenter Tracking-Identifier, der ausserhalb des regulären Cookie-Speichers abgelegt ist und Cookie-Löschen sowie privatem Modus standhalten soll.
● Siehe auch
- № 1231WebRTC-IP-Leak
- № 1166Tracking-Pixel